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Erfreuliches aus dem Stadttheater

Auch 2009 wieder deutliche Einnahmen-Steigerung trotz Grippewelle - Intendantin dankt dem Gesundheitsamt für die gute Zusammenarbeit

Auf ein erfolgreiches Jahr 2009 kann das Stadttheater Gießen zurückblicken. Wieder wurde die selbst gesetzte Marke von 100.000 Besuchern pro Jahr mehr als erreicht. Auch die Einnahmen aus dem Kartenverkauf konnten gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden. Hier wurden unter dem Strich Mehreinnahmen in Höhe von knapp 10.000 Euro erzielt.

Allerdings schlug die Grippewelle gegen Ende des Jahres, insbesondere beim Familienstück MOTTE & Co, negativ zu Buche: An die 1.000 Kinder kamen weniger – weil sie krank waren oder weil die Eltern sie aus Angst vor der Grippe nicht in die Schule ließen. Dennoch zeigt sich Intendantin Cathérine Miville über die Nachfrage beim traditionellen Familienstück zur Weihnachtszeit erfreut. So hätte der Besucher-Einbruch ohne die enge und engagierte Zusammenarbeit des Staatlichen Schul- und Gesundheitsamts mit dem Stadttheater weitaus dramatischer ausfallen können. Ihr ausdrücklicher Dank gelte beiden Ämtern dafür, dass sie trotz der neuen Grippe Kinder in auch größeren Gruppen in denTheateraufführungen zusammenkommen lassen hätten. Außerdem informierten beide Stellen Schulen und Lehrer ebenso fachkundig wie unermüdlich über die Situation. Nur durch diese kompetente Unterstützung hätten sich trotz der besonderen Lage wieder 12.976 Kinder über ihr häufig erstes Theatererlebnis freuen können.

Dennoch muss das Theater allein durch den Rückgang bei Schülerkarten einen Verlust von rund gut 6.000 Euro verkraften. Zuschauermagnete wie DIE ZAUBERFLÖTE und das Musical DER GEHEIME GARTEN konnten diesen jedoch glücklicherweise mehr als wett machen. Auch die Inszenierung von Büchners WOYZECK erfreut sich so großer Nachfrage, dass Zusatzvorstellungen angesetzt wurden, um keine Schulklassen abweisen zu müssen. Zudem begeisterte das Tanzstück CLANDESTINO nicht nur das an Tanz besonders interessierte Publikum, und auch die Konzerte konnten sich – neben den hohen Abonnentenzahlen – eines zunehmend großen Zuspruchs im Segment des freien Kartenverkaufs erfreuen. Insgesamt also eine sehr positive Bilanz und eine hoffnungsfrohe Aussicht auf den zweiten Teil der Spielzeit, in dem neben 12 Premieren unter anderem vom 17. bis 21. März die Familientheatertage SPIELREICH in der TiL-studiobühne auf alle kleinen und großen Theaterbesucher warten.

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