Schon 2010 auf Landesgartenschau einstimmen
Stadt Gießen, Gießen Marketing und „Gärtnerpflichten“ planen Jahresprogramm mit Blick auf 2014
2010 wird ein Jahresprogramm öffentlicher Veranstaltungen rund um die Gießener Landesgartenschau geplant und realisiert. Dies verkündete Gießens Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Dabei arbeiten die städtische Stabsstelle „Büro Landesgartenschau“ mit Michael Bassemir und Ludwig Wiemer und die Gießen Marketing GmbH unter Geschäftsführer Sadullah Güleç eng zusammenarbeiten. Zur Unterstützung haben sie das Team der Gießener Kulturschaffenden Oliver Behnecke, Ingke Günther und Jörg Wagner gewinnen können, die unter dem Titel „Gärtnerpflichten“ firmieren.
Die geplanten Veranstaltungen reichen vom großen Festakt bis zur moderierten Arbeitsgruppe. Ein erster Höhepunkt wird die Eröffnung der Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse am 4. Februar 2010 in der städtischen Kunsthalle im Rathaus sein, gefolgt von einem öffentlichen Festakt in der Universitätsaula am 6. Februar, bei der die Wettbewerbssieger ihre Preise erhalten und ihre Entwürfe vorstellen. Aber auch im Rahmen des Gießener Festes „Schlammbeisers Lahnlust“ im August soll die zukünftige Landesgartenschau Thema sein („Auf zu neuen Ufern“).
Wie Bürgermeisterin Weigel-Greilich betonte, werden sich die geplanten Veranstaltungen in erster Linie an die Gießener Stadtgesellschaft richten. „Wir möchten für die Bürgerinnen und Bürger einen Spannungsbogen bis 2014 aufbauen.“ Die Veranstaltungen sollten aber nie als Einbahnstraße ausgelegt sein. Beteiligung sei nicht nur erwünscht, die Stadt lade sogar herzlich dazu sein. Als Beispiel nannte Weigel-Greilich die 120 Ideen aus der Bevölkerung, von denen ein großer Teil in die Auslobung des Realisierungswettbewerbs Eingang gefunden habe.
Sadullah Güleç, Geschäftsführer der Gießen Marketing GmbH, will vor allem das Know-how und die Kontakte des Stadtmarketing einbringen. Auch verweist er auf langjährige Erfahrungen mit der Ausrichtung von Veranstaltungen – vom Stadtfest bis zum Wissenschaftsfestival. Für Gülec ist die Landesgartenschau die einmalige Chance, eine Image-Aufwertung für Gießen zu erreichen. Nicht länger als „Nachkriegs-Stadt“ solle sich Gießen fühlen, sondern als Stadt der Gartenschau und des Botanischen Gartens, der Bildung und des Mathematikums, der Kultur, des Handels und der Wirtschaft. Diese Veränderung müsse zuerst in den Köpfen der Gießener selbst beginnen. „Viele haben erst durch den jüngst erschienenen Bildband ‚Gießen entdecken - Bilder einer lebendigen Stadt’ erstaunt festgestellt, wie interessant die eigene Stadt ist“.
Unter dem Motto „Des Gärtners erste Pflicht: Gießen“ wird das Veranstaltungsprogramm vom Team der „Gärtnerpflichten“ konzipiert und organisiert. Oliver Behnecke, seit der bundesweit beachteten „Zeitenwende“ im Jahre 2000 in der Universitätsstadt kein Unbekannter, betont die Chance, mit der Landesgartenschau das „besondere“ Gießen sichtbar zu machen. Dies könne auch in spezifischen Veranstaltungsformaten und an ungewöhnlichen Orten erfolgen, etwa in mobilen und temporären „Treibhäusern“, die durch die Stadt wandern oder in „Gartensalons“ in öffentlichen und privaten Gärten. Wichtig sei vor allem, die Menschen auch emotional anzusprechen und mitzunehmen. Im Übrigen werde der Spielplan des Jahres nicht fix, sondern als Prozess mit Rückkopplungsmöglichkeiten konzipiert. Gießen verfüge über eine große Anzahl von Akteuren in Kultur, Bildung und Wissenschaft, die es einzubinden und zu vernetzen gälte.
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